8samkeit
Mein Post-it kelbt an meiner Zimmertüre.
Ich muss jedoch gestehen, dass diese Woche wohl die „unachtsamste“ Woche seit langem ist. Obwohl ich mir vorgenommen habe, alles bewusster und mit mehr Achtsamkeit anzugehen, funktionierte dies diese kein bisschen. Es war eher eine Woche ala „so nicht“. Die ganze Woche arbeitete mein Gehirn auf Hochtouren, immer einen Schritt weiter, wenn nicht sogar zwei Schritte.
Am Mittwoch ertappte ich mich dabei, wie ich Zug fuhr, Musik hörte, einen Text las und in Gedanken für mich bereits eine Liste machte, was ich noch alles tun muss und wann ich was erledige.
Es gab nur ganz wenige Momente, in welchen ich mir bewusst Zeit nahm. So legte ich mich (vor einem Vorstellungsgespräch) auf mein Bett und begann bewusster und tiefer zu Atmen, damit besiegte ich meine Nervosität und fand eine Ruhe.
Dies ist eine Technik, welche ich oft anwende. Sie ist sehr hilfreich und funktioniert oft.
In den früheren Semestern freute ich mich jedes Mal auf den Freitag. Der Freitag war immer ein besonderer Tag, im Speziellen die Zugfahrt. Ich wusste, dass ich am nächsten Tag keine Schule hatte und somit nichts zwingend zu tun hatte. So sass ich jeweils in einem halbleeren Zugwagen, genoss meinen Kaffee und schaute aus dem Fenster. Ich sog alle Eindrücke regelrecht auf und bemerkte/beobachtete, obwohl ich diese Strecke von 1 ½ Stunden zweimal täglich und das 5mal in der Woche fuhr, bei jeder Fahrt etwas Neues. Ich genoss diese Zeit sehr.
Die heutigen Freitagsfahrten sind nicht mehr so eindrücklich. Der Zug ist voll, es ist laut und schaue ich aus dem Fenster, ist es dort draussen bereits dunkel.
Tja, jetzt hoffe ich, dass ich meine Woche noch mit mehr Achtsamkeit zu ende bringen kann…
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Hallo Sabrina
AntwortenLöschenIch denke vielen (auch mir) geht es im Moment so wie dir. Die Achtsamkeit bei der eigene Person ist nicht wirklich da. Ständiger Stress und Arbeiten, welche erledigt werden müssen rauben uns unsere Ruhe und Erholung.