Dieser Wochenimpuls stimmte mich sehr nachdenklich. Selbst nach wiederholtem Überlegen war es mir nicht wirklich möglich, die Frage „Lebe ich achtsam?“ befriedigend zu beantworten. Ebenso schwer fiel mir die Antwort auf den zweiten Impuls, ob ich meine unmittelbaren Mitmenschen achtsam wahrnehme.
Diese Woche wurde es mir wichtig, dass ich in der Schule, aber auch auf dem Nachhauseweg die Menschen wahrnehme und sie „beobachte“. Dabei ist mir ganz stark aufgefallen, dass in fast jedem Auto nur eine Person sitzt. Mir war das vorher nie wirklich bewusst, und was das für die Umwelt und die Nachhaltigkeit zu bedeuten hat, das wissen wir alle…
Auch sind mir diese Woche die Raucher/innen auf der Strasse aufgefallen. Viele von ihnen werfen die Zigarettenstummel achtlos auf den Boden und gehen weiter, als wäre nichts gewesen. Mich würde es interessieren, ob sich diese Menschen gar keine Gedanken darüber machen, was mit dem Begriff Littering gemeint ist…
Wenn ich heute auf Mariaberg durch den Kreuzgang und die Gebäude der PH gehe, fallen mir die neuen, grossen Bildschirme auf. Monitore, auf denen Informationen des Tages oder der kommenden Woche stehen. Ich frage mich ehrlich, was das bringen soll? Es wird die ganze Zeit von Nachhaltigkeit gesprochen, aber ist das wirklich nachhaltig?
Unlängst wurde eine wurde eine Frau an die PH eingeladen, die in einem Verein für Nachhaltigkeit mitarbeitet. Sie schenkte unserer Schule eine Flagge, die symbolisch dazu aufruft, nachhaltiger zu leben. Warum bloss wird diese Flagge an unserer Schule, obwohl wir einen freien Mast haben, nicht aufgehängt? Lassen das die vielen Strom fressenden, Ressourcen verschwendenden Monitore nicht zu?
Solche Widersprüche an einer Pädagogischen Hochschule nerven mich echt!
Was mir aber sofort durch den Kopf ging, sind meine Familie und Freunde. Ich stelle fest, dass ich seit einigen Wochen oder sogar Monaten kaum noch Zeit für sie habe. Meine Familie sehe ich zwar jeden Tag zu Hause, aber Zeit verbringen mit ihr kann ich selten.
Meine Freunde treffe ich nur noch am Wochenende. Für mich viel zu selten, um sie wirklich wahrnehmen und achten zu können. Ich hoffe, dass sich mein Sozialleben wieder deutlich verbessert, wenn die stressigste Zeit vorüber ist.
Trotz all dieser negativen Beispiele habe ich aber auch die andere Seite erlebt.
In dieser Woche habe ich von einigen Leuten erfahren, dass sie einem ohne Wenn und Aber helfen und unterstützen. Oder dass es Menschen gibt, die einem einfach nur zuhören und Gutes möchten.
Meine Erfahrungen in dieser Woche haben mir gezeigt, dass ich auch in Zukunft genauer hinschauen und meine Mitmenschen achtsamer wahrnehmen möchte.
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Hallo Steffi
AntwortenLöschenIch bin grösstenteils gleicher Meinung wie du, denn das mit der Flagge und dem Bildschirm finde ich total 'doof', wenn ich das nun so sagen darf.
Betreffend der Zigaretten hast du eigentlich recht, aber trotzdem machen wir nicht immer alles, was wir tun sollte. Oder nicht?
Hallo Stephanie,
AntwortenLöschenIch fand deine sehr klare Meinung spannend zum Lesen. Mir ist das mit den meist nur durch eine Person benützte Autos auch aufgefallen. Genau diese Erkenntnis ist bei meinem Blog auch dabei:)Ist echt tragisch!
Ich vermute, dass die Flagge sicher noch aufgehängt wird...
Ich stimme dir zu, dass diese Infobildschirme überflüssig sind und sicher niccht nachhaltig! Es ist schwierig, eine Grenze zwischen modern sein und nachthaltig sein zu ziehen. Ein ständiges Spannungsfeld!