Montag, 2. März 2009

Vom Weizen zum Mehl ... vom Mehl zum Brot

Als ich die Wochenaufgabe las, kam mir sofort das Brot in den Sinn. Ich esse jeden Tag Brot und wüsste nicht, was ich ohne Brot machen würde. Dies merkte ich auch in meinem Sprachaufenthalt in England, denn mit der Zeit mochte ich kein Toastbrot mehr sehen und ich sehnte mich etwas nach den vielen verschiedenen Brotsorten, die wir in der Schweiz haben. Deswegen heisst mein Thema heute "Vom Weizen zum Mehl ... vom Mehl zum Brot".

Als erstes säht der Bauer oder ein Getreidezüchter im Herbst Weizen mit Hilfe einer speziellen Sämaschine. Mit der Zeit wachsen die Weizen und Blüten (=Ähren) beginnen zu blühen. Wenn es aber ganz heiss ist, dann muss der Bauer oder Getreidezüchter darauf achten, dass die Weizen genug Wasser haben um zu wachsen. Ende Juni bis mitte Juli mäht der Bauer oder Getreidezüchter die reifen Weizen mit einer Mähdreschmaschine. Danach trennt er den Samen vom Rest. Sind alle Samen sorgsam aussortiert, bringt der Bauer oder Getreidezüchter die Weizen zum Müller, wo sie zuerst sorgfältig von Unreinheiten, wie zum Beispiel Staub, gereintigt werden. Danach werden die sauberen Weizen in der Mühle fein gemahlen, so dass Mehl entsteht. Dieses Mehl wird nun zu Grosslieferanten transportiert, wo es gewogen und abgepackt wird. Von dort kaufen die Bäckereien das Mehl ein und verabeiten es in der Backstube mit anderen Zutaten und mit Hilfe von Mischmaschinen und dem Backofen zu Brot. Dieses Brot kaufen die Leute entweder in der Dorfbäckerei oder im Backwarenteil eines Einkaufzentrums.

Nun habe ich beschrieben, was es alles braucht, damit wir Menschen das Brot kaufen können. Natürlich leistet aber nicht nur der Bauer / Getreidezüchter und die Arbeiter/innen der Mühlen und Grosslieferanten einen wichtigen Beitrag zur Brotherstellung, sondern auch viele Leute, die ich zuvor gar nicht dazuzählte. So gibt es viele, die die Weizen zur Mühle und das Mehl zu den Grosslieferanten und Bäckereien transportieren. Zudem müssen auch die Maschinen, die beim Säen der Weizen, beim Ernten, bei der Verarbeitung der Weizen zu Mehl und zum Brot beteiligt sind. Und diese Maschinen wiederum wurde auch von Menschen skizziert, geplant, gebaut und verkauft. Somit spielen sehr viele Akteure/Akteurinnen beim Prozess der Verarbeitung vom Weizen zum Brot mit. Dies ist mir jetzt wieder so richtig bewusst geworden und ich bin sehr froh darüber, dass es Menschen gibt, die dafür arbeiten, dass wir Brot kaufen und essen können. Natürlich aber entstehen auch umweltschädliche Stoffe bei der Produktion, aber ich denke, dass lieber irgendwo anders eingespart werden sollte als beim Produzieren von Brot, denn Brot ist ein Grundnahrungsmittel in unserem Land.

2 Kommentare:

  1. Hallo Mirella

    Es ist erstaunlich wie viele Leute an der Herstellung eines Produktes bzw. Nahrungsmittel beteiligt sind. Dies ist nicht nur beim Brot der Fall, sondern bei allen anderen Nahrungsmittel, welche wir täglich zu uns nehmen.

    Doch auch hier findet man Ungerechtigkeit. Ich denke da an viele einfache Arbeiter, welche unterbezahlt werden, damit das Produkt billig verkauft werde kann, mehr Kunden angezogen werden können etc. Oft ist man sich dies beim Kauf des Produktes nicht bewusst. Und so erreichen uns dann Nachrichten über Kleidermarken, welche Kinderarbeit betreiben.

    Dies zeigt wie wenig wir über den Hintergrund wissen und wie wichtig ein Bewusstsein und Interesse ist, denn ansonsten unterstützt man womöglich noch etwas, was ungerecht oder rechtswidrig ist.

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  2. Hoi Mirella

    Brot ist ein wichtiges Nahrungsmittel in der Schweiz. Es ist wirklich erstaunlich wie viele Menschen an dem Prozess beteiligt sind. Stell dir nur mal vor wie es vor 100 Jahren gewesen ist, als jede Familie das Brot noch selbst machen musste? Wir können uns glücklich schätzen, dass ein System aufgebaut wurde, das so gut funktioniert und uns viel Arbeit erspart. Auf der anderen Seite zeigt es mir auch wieder einmal wie abhängig wir von einander sind, obwohl wir uns dem sehr häufig nicht bewusst sind. Und wie es halt so ist, hat alles Vor- und Nachteile...

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