Dienstag, 17. Februar 2009

Fussabdrücke

Was sind meine Resultate aus den beiden Befragungen und wie beurteile ich sie?

Wir bräuchten 2.5 Planeten, wenn alle Erdenbewohner denselben Lebensstil wie ich pflegen würden. Dieses Resultat aus dem Test von http://www.footprint.ch hat mich erschreckt! Und dennoch liegt mein Resultat knapp unter dem schweizerischen Durchschnitt von 2.9 Planeten.

Ich dusche und bade zu lange. Beim Kochen sollte ich vermehrt darauf achten, stets den Deckel darauf zu legen. Aus dem Test kam heraus, dass ich meinen Wohnraum reduzieren sollte. Ich wohne unter der Woche in einer Wohngemeinschaft. Ich denke, dies ist ökonomisch gesehen auch nicht ideal. Doch vermeide ich so beispielsweise lange Autofahrten. In der Wohngemeinschaft wasche ich nicht. So können wir zu Hause einige Wäsche zusammen waschen. Hingegen müssen wir aber oft und relativ heiss waschen, da meine Schwester Tierärztin ist und wir beide reiten. Die Kleider stehen ansonsten vor Dreck. So sehe ich die vielen Widersprüche und Für- und Dagegen. Der Test riet mir den Verzicht auf ein Auto. Ich benötige es aber eher selten und nicht alleine.

Die Ausrechnung des CO2-Rechners auf http://www.umweltbildung.at/cgi-bin/cms/af.pl?contentid=1499 hat ergeben, dass ich inklusiv der Konsum-Pauschale 13,4 Tonnen CO2 verbrauche. Damit liege ich im Ländervergleich über Deutschland, welches 12,1 Tonnen CO2 verbraucht.

Ohne Konsum-Pauschale liegen die Werte für Mobilität bei 0,4 Tonnen CO2, Ernährung 0,8 Tonnen CO2 und Wohnen 9,2 Tonnen CO2. Die Resultate der Ernährung und Mobilität habe ich mir etwa so vorgestellt. Ich nehme für kurze Strecken bewusst das Velo oder achte mich darauf, den Bus statt des Autos zu benützen. Teilweise ist es mir wegen mangelnder, sehr langer und umständlicher örtlichen Verkehrsmittel nicht immer möglich auf das Auto zu verzichten. Der rote Wert bezüglich meines Wohnens hat mich sehr erschreckt. Wir sind im Besitz von Sparlampen. Die Lichter löschen wir immer, wenn niemand im Raum anwesend ist. Das Problem liegt mehr im Strom- und Wasserverbrauch. Ich finde diese Resultate müssen ernst genommen werden. So will ich im Alltag speziell auf sparsames Handeln achten.


Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?

Der WWF-Test hat mich persönlich mehr angesprochen als der CO2-Rechner. Die animierten Bilder empfand ich auflockernder. Kinder hätten bestimmt auch Gefallen daran. Den Test mit dem CO2-Verbrauch empfand ich als sehr schwierig zum Ausfüllen. Viele Daten mussten genau angegeben werden. Für das Ausrechnen eines solchen Fussabdruckes benötigt es aber detaillierte Angaben. Diese Tests finde ich eine sehr gute Idee. Das Bewusstsein über den eventuell enormen Verbrauch kann viel verändern. Doch ich sehe auch einige Lücken in diesen beiden Tests.

Beispielsweise habe ich zu Hause keine Fensterläden, da ich abgeschrägte Fenster unter dem Dach habe. Ebenfalls im WWF-Test wird gefragt, ob ich beim Kauf von Fisch oder Meeresprodukten auf das MSC-Label oder Bio achte. Wenn ich aber diese Esswaren nicht konsumiere muss ich dennoch eine Antwort anklicken. Dieser Test beinhaltet andere und weniger detaillierte Fragen als der CO2-Rechner.

Beim CO2-Rechner fehlt mir die Angabe und der Vergleich mit der Schweiz. Gewisse Fragen konnte ich nicht ausfüllen. Die Angabe baden UND duschen war nicht möglich. Somit zeigen die Tests auch die Begrenztheit an Genauigkeit und Realität auf. Für einen Eindruck und für das Aufzeigen von Veränderungsmöglichkeiten sind sie aber sehr geeignet.


Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?

Das Heizen hat beim CO2-Test extreme Auswirkungen gezeigt. Der Barometer schlug nur wegen einer Frage total auf Rot über. Der CO2-Test sieht als Massnahme das Umsteigen auf Ökostrom und Solarenergie. Dies zeigt mir an, dass ich bei einem späteren Umzug hierauf Acht geben muss. Bei der Ernährung rät mir der Test auf Bioprodukte umzusteigen. Im Bereich der Mobilität habe ich bereits die wichtigsten Massnahmen getroffen.

Die Thematik Nachhaltigkeit hat stets auch mit Werten zu tun. Als Lehrpersonen muss man die Vorbildfunktion unbedingt wahrnehmen und positive Bilder vermitteln. Dies beginnt mit kleinen Schritten im Alltag. Ich bin überzeugt davon, dass die Kinder einiges von diesem Handeln übernehmen und selber umsetzen.

Ich bin durch den Test zu einigen Erkenntnissen gekommen. Seither fallen mir viele kleine Verrichtungen im Alltag auf, welche ich sparender und ökonomischer ausüben kann. Durch die Tests wurde mir bewusst, was unsere Konsumgesellschaft anrichtet. Dabei denken viele Menschen es nützt nichts, wenn nur sie etwas im Leben ändern. Denken aber alle so, sehen unsere Zukunft und die unserer Nachkommen sehr schlimm aus. Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Der erste Schritt in die Richtung der Minimierung des Fussabdruckes auf der Welt!

1 Kommentar:

  1. Du hast dir sehr genaue und spannende Überlegungen zu deiner Alltagsgestaltung gemacht. Du bist in wichtige Details hineingegangen und hast dich von den Tests sichtlich zum Denken anregen lassen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Wohnen vor Ort umweltschonender ist! Lange Fahrwege finde ich sehr schlimm! Doch wie oft sieht man eine einzelne Person alleine in einem Auto auf dem täglichen Weg zur Arbeit-einfach traurig! Dazu kommt, dass sich dieses Szenario zweimal pro Tag wiederholt.

    Ich liege wie du beim ersten Test unter und beim zweiten Test über dem Durchschnitt. Es könnte somit an den Testen selber liegen, was natürlich mit einer grösseren Menge an Personen noch statistisch nachgewiesen werden müsste.

    Mich sprach der WWF-Test ebenfalls mehr an, er ist einfacher und spannender zu beantworten. Die Bilder bringen Abwechslung in das Ganze hinein, auch wenn ich mir nicht immer die Zeit nahm, diese genau anzuschauen.
    Die Fischfrage ist mir ebenfalls aufgefallen- da ich keine Fisch- und Meeresprodukte konsumiere. Auch ich füllte mich hier zu einer Antwort gedrängt. Ich setzt das Kreuz wahllos irgendwo hin.

    Wie Du denke ich, dass beim Umziehen in eine eigene Wohnung, in ein eigenes Haus sehr auf umweltfreundliche Einrichtung, Bau, Strom- und Wärmeversorgung geachtet werden kann. Dies ist für mich selbst ein sehr wichtiges Anliegen.

    Ein gelungener Beitrag!

    Frei Katja, LG 06 Fa

    AntwortenLöschen